Wolfgang Iser: Emergenz. Konstanz 2013. In: Geschichte der Germanistik. Historische Zeitschrift für die Philologien 45/46 (2014), S. 159-160.

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Wolfgang Iser: Emergenz. Konstanz 2013. In: Geschichte der Germanistik. Historische Zeitschrift für die Philologien 45/46 (2014), S. 159-160.
  Mit dem vorgelegten Aufsatzband wird ein  –   von dem vor allem in Deutschland als „ Konstanzer Rezeptionsästhetiker “  bekannter, zuletzt jedoch in den USA arbeitender Literatur- und Kulturwissenschaftler  –   geplantes, zu Lebzeiten jedoch nicht beendetes Publikationsprojekt umgesetzt. Der Editor Alexander Schmitz, Konstanz, bemüht sich dabei nicht ganz zu Unrecht, das ins DLA Marbach eingelagerte Material Isers zum Thema Emergenz (zwei unveröffentlichte  Aufsätze, 100 Seiten Essay-Fragment) als konsequente Weiterführung der frühen Unbestimmtheitsthesen Isers zu positionieren. Dabei verliert jedoch nicht nur der Leerstellenbegriff derart Kontur, dass er für die literaturwissenschaftliche Textanalyse problematisch wird (was wiederum aber auch nur eine stringente Weiterführung eines von Iser initiierten Prozesses ist), Literatur selbst wird darüber hinaus auf die Funktion reduziert,  Abwesenheit, Fehlendes, Ungesagtes zu formulieren. Der Leser wird so zur produktiven „Herausbildung virtueller Realitäten“ an geleitet (Schmitz: Zur Edition, S. 8). Genau hier setzt auch der Iser’sche Emergenzbegriff an, der stark gefärbt ist durch Isers anthropologischen Shift in den frühen 1990er Jahren (vgl. Iser, Wolfgang: Fingieren als anthropologische Dimension der Literatur. Konstanz 1990). Das Buch gibt keine Antworten auf genuin literaturwissenschaftliche Fragen, aber wer sich für eine kulturwissenschaftliche Ausweitung des Fachs bis hin zu Rückkopplungsschleifen (S. 69), Zweistelligkeit (S. 95), die Ziffer 0 (S. 119), Mimesis →  Emergenz (153) begeistern kann, wird bei Iser eine so kreative wie tentative Studie finden. Marcus Willand ++++ TYPOSKRIPT ++++
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