Validissima semper Christianitatis propugnacula. Zur Entstehung der Bollwerksrhetorik in Polen und Ungarn im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit [On the Origins of the Bulwark Rhetoric in Poland and Hungary in the Late Middle Ages and th

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Validissima semper Christianitatis propugnacula. Zur Entstehung der Bollwerksrhetorik in Polen und Ungarn im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit [On the Origins of the Bulwark Rhetoric in Poland and Hungary in the Late Middle Ages and the Early
  P a u l  S r o d e c k i (Gießen) Validissima semper Christianitatis propugnacula 1 - Zur Entstehung der Bollwcrksrhctorik in Polen und Ungarn im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit () Sarmatiae regnum, reipublicae Christianae mums, fossa, vallum et pro-    pugnaculum trucuientissimi.s undique expositum hostibus'   Mit dieser Allegorie   umschrieb im Jahre 1521 Jost Ludwig Dietz, ein aus dem Eisass stammender   Krakauer Diplomat und Sekretär des polnischen Königs Sigismund des Alten,   das Königreich Polen. Gegen Ende des Jahrhunderts gebrauchte der schlesische   Gelehrte Andreas Schoneus in seinem Gedicht  De pace sarmatiea  ähnliche Wor te: An Polens Grenzen befänden sich ultimae arces atque propugnacula, murique   nostril  die orbis, indomitos Scytas, Moscumque, Turcamque valiJum  vor dem   Einfall ins christliche Europa aufhielten 3 Beide Zitate können als Beispiele für   die Verschmelzung zweier frühneuzeitlicher in Polen gebräuchlicher Topoi die nen - des Samiatia-Konzepts und der Bollwerksrhetorik. Das auf der sarmati-   schen origo-Konstruktion beruhende Sarmatia-Konzept hatte in Anknüpfung an   andere europäische Völker des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit seine 1Augustin TMKINKR (Hg ), Vetera Monumenta Poloniae et Lithuaniae gentiunique ilnitima- rum historiam illustrantia, Bd. 1,1217-1419, Romae I860, Praefatio III.2 Jodocus Ludovicus Dec ms, De Sigismund! Regis Temporibus. Liber III. Druck als Anlage zu: Maciej von Miechöw, Chronica Polonorum, Craccouiae21521 (Reprint Krakow 1986). CXIII (zum Jahr 1516). Zu Jost Ludwig Dietz vgl. Aleksander Hirschhhrg, O zyciu i pis- mach Justa Ludwika Decyusza 1485-1545, Lwow 1874; Emst Kiock, Wirtschaflspionier,   Sekretär des Königs und Geschichtsschreiber. Jost Ludw ig Dietz (1485-15-15),  in: Viktor Kaudhr u. Kurt Lück (Hg.), Deutsch-polnische Nachbarschaft, Würzburg 1957, 125-136.3 Andreas Sciioneus, De pace Sarmatica, Odae II, Krakau 1589, 9f. Zu Andreas Schoneus vgl. Werner Rössi-l.,  Der letzte Rektor von Format int alten Krakau. Andreas Schonens   (1552-1615),  in: Viktor Kauder u. Kurt Lock (Hg.), Deutsch-polnische Nachbarschaft. Würzburg 1957, 156-173; Zygmunt Wi-cu-wski, Sl^zacy w Polsce, Lwöw 1879 (Przewod- nik Naukowy i Literacki, 7).13t   In: Sarmatismus versus Orientalismus in Mitteleuropa. Akten der Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz in Zamość vom 9. bis zum 12. Dez. 2010, hg. v. Magdalena Długosz u. Piotr O. Scholz, Berlin 2012, S. 131-168.  Paul Srodecki Wurzeln in dem Bemühen, Polen eine antike Legitimations- und Referenzebene   zu geben 4 Für die polnische Antemurale-Konstruktion lassen sich ebenfalls ent sprechende europäische Äquivalente finden: Die allegorische Darstellung des ei genen Landes als antemurale Christianitatis  (Vormauer der Christenheit) wurde   im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit zu einem europäischen Phänomen,   das beinahe überall dort anzutreffen war, wo das abendländisch-lateinische   Christentum an andere Kulturregionen, wie etwa die islamische oder orthodoxe,   angrenzte. Neben Polen bildete sich seil dem ausgehenden Mittelalter insbeson dere in anderen ostmitteleuropäischen Gesellschaften wie in Ungarn oder Kroa tien, aber auch auf der iberischen Halbinsel, im Mittelmeerraum und in Skandi navien eine Topik heraus, die jeweils das eigene Land und die eigene Gemein schaft zu einer „Vormauer der Christenheit“ - säkularisiert dann zu einer   „Vormauer Buropas“ - stilisierte.5 Dieses suggestive Bild einer sich in einer Fes tung befindenden und von Feinden umringten Gemeinschaft, die auf den Vor mauern verteidigt werden muss, erlebte dann insbesondere in der Zeit der Tür kenkriege einen starken Anstieg und eine europaweite Diffusion der Verteidi-   gungstopoi. Im Zuge der nationalen Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts   trug der Einsatz dieser Rhetorik dann zur Festigung der nationalen Identität   bei. Besonders im Falle der ostmitteleuropäischen Länder diente/dient das Bild 4 Vgl. hierzu Hans-Jürgen B ömi - lburg , Fruhneuzcitliche Nationen im östlichen Europa. Das polnische Geschichtsdenken und die Reichweite einer humanistischen Nationalgeschichte (1500-1700), Wiesbaden 2006 (Veröffentlichungen des Nordost-Instituts, 4), 409-418;   Dl-RS., Sarmaiismus Zur Begriffsgeschichte und den Chancen und Grenzen a/s for-   schnngs/eitender Begriff,  in: Jahrbücher für osteuropäische Geschichte 57 (2009) 3, 402-   408; Stanislaw C vnarski , The    /deology of Sarmatism in Roland (I6th-lfith Centuries),  in: Polish Western Affairs 33 (1992) 2, 25-43. 5 Auf Literaturangabcn zur polnischen und ungarischen Antemurale-Konstroktion im Spat- mittelalter und in der Frühen Neuzeit gehen die folgenden Verweise ein. Daher hier nur ein kurzer Überblick zu anderweitigen Bollwerksvorstellungen in Europa: Gunther R othen   berg , The Austrian Military Border in Croatia 1522-1747, Urbana 1960 (Illinois Studies in the Social Sciences, 48); Ivo Z anic , The symbolic identity of Croatia in the triangle cross-   roads-buhvark-bridge , in: Pal K olsto   (Hg). Myths and boundaries in South-Eastern Euro pe, London 2005, 35-76; Anne Cornelia K knnkwko ,  Modi der Verwendung des antemurale   chrisfumitalis-lbpos in Kroatien seit 1990,  in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 57   (2008) 3, 346-361; Andrew Hi-ss, The Forgotten Frontier. A History of the Sixteenth- Century Ibero-African Frontier, Chicago 1978; Ana E cm - varria , The fortress of faith. The attitude towards Muslims in fifteenth century Spain, Leiden, Boston (Massachusetts) u. Köln 1999 (Medieval Iberian Peninsula, 12); Ernie B radford , Der Schild Europas. Der Kampf der Malteserritier gegen die Türken 1565. Frankfun a.M. 1992; Helen Vi-ixa- BoNavita, Key to Christendom. The 1565 Siege of Malta, Its Histories, and Their Use in    Reformation Polemic,  in Sixteenth Century Joumai 33 (2002)4, 1021-1043. 132  Zur Entstehung der Bollwerksrhetorik der „Vormauer der Christenheit“ als integrativer Orientierungsanker, der dem ei genen Land, sowohl nach innen als auch nach außen, die Zugehörigkeit zu einem   christlichen Abendland bzw. Europa zuschrieb/zuschreibt. Am Beispiel Polens   und Ungarns - zweier Länder, die für die größte Dichte der Antemurale-Topik   im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit stehen - soll im Folgenden die beg riffsgeschichtliche Entstehung dieser Rhetorik an der Wende vom Mittelalter zur   Frühen Neuzeit nachgezeichnet und Ähnlichkeiten wie auch Unterschiede in ih rer Entwicklung aufgezeigl werden. Polen Die Wurzeln der polnischen timte/m/rar/e-Vorstellung reichen weit bis ins 13.   Jahrhundert. Der Begriff an sich wird zwar erst in der zweiten Hälfte des 15.   Jahrhundert mit Polen verbunden. Bereits im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts   wird Polen aber in einem Schreiben Innozen 2 ' III. als  fines Christianorum   be zeichnet.6 Dieses Bild Polens als Grenzregion des Abendlandes wird in der zwei ten Hälfte des 13. Jahrhunderts noch verstärkt. An seiner Verbreitung wirkte   auch die Diplomatie der polnischen Eliten des durch das Senioratsprinzip zer splitterten Landes mit. was vom Heiligen Stuhl in mehreren Schreiben hervorge hoben wird7 Ein Brief Urbans IV. an den böhmischen König aus dem Jahre 1264   verdeutlicht ganz gut die Vorstellung des übrigen Europas von der polnischen   ..Kultur- und Konfessionsgrenze“ : „Accepimus enim, quod Ruiheni scismatici et Uthuani, ac alii habitanfes in eorum   conftnibus, qui de um non colunl, sed b/asphemant potius nonten eins, una cum   Tartans eorum complicibus, quibus sunt federe dampnato conitmcti, Potoniam   hostiliter  frequenter invadunt, eis nemine resistente .”9 Allein für den Zeitraum 1246-1338 können achtzehn litauisch-pruzzische Einfäl le in Polen gezählt werden, deren Ziel - neben Plünderung und Verwüstung - 6 Paul W. Knou., Poland as „Antemuraie Christianitatis“ in the Ixne Middle Ages,  in: The Catholic Historical Review 60 (1974) 3, 381-401, hier 383.7 Jadwiga Kr/.yzaniakowa, Poland as „Antemuraie Christianitatis". The Political and     Ideological Foundations of the Idea , in: Polish Western Affairs 2 (1992), 8; Andrzej Feliks Grahski, Polska w opiniach obcych X-XIII w., Warszawa 1964, 276(T.8 Gotthold R hode , Die Ostgrenze Polens. Politische Entwicklung, kulturelle Bedeutung und geistige Auswirkung, 1. Bd.: Im Mittelalter bis zum Jahre 1401, Köln u. Graz 1955, 132-165. 9 Tiihinkr, VMPeL 1(A. 1), Nr. 149, 77. Vgl. Grabski, Polska X-XIII (A. 7), 276; Gotthold Rhode,  Die Ostgrenze Polens als Grenze Euro/ws,  in: Friedrich Karl Schumann (Hg ). Europa in evangelischer Sicht, Stuttgart 1953, 59-77. 133  Pa ul Srodecki  ornehmlich der Menschenraub war.10 Insbesondere aber die Tatareneinfälle un termauerten die Auffassung, Polen befände sich im ständigen Kampf gegen di verse dem Christentum feindlich gesinnte Völker. Im ganzen Abendland kursier ten nach der verhängnisvollen Schlacht von Liegnitz (1241) Darstellungen, in   denen der Kampf gegen die Tataren als die Verteidigung des christlichen Glau bens dargestellt wurde: So beschrieb der Franziskaner-Mönch und päpstliche Le gat Johannes de Plano Carpini Polen und Ungarn als die Schirmmächte des   Abendlandes, haben sie doch mil ihren Abwehrkämpfen gegen die Tataren zwar   Niederlagen erlitten, zugleich aber das weitere Vordringen des innerasiatischen   Reitervolks verhindert.11 Nachdem Innozenz IV. bereits während seines Pontifi kats eifrig um einen Kreuzzug gegen die Mongolen geworben hatte,12 wandte   sich im Jahre 1260 Papst Alexander IV. mit einem ähnlichen Appell an die   abendländische Christenheit. In seiner Einschätzung kam Polen hierbei ein beson- 10 Vgl. August B ihi . owski  (Hg.), Monumenta Poloniae Historica, Bd. 2, Lwow 1872, 843.11 Boleslaw Ulanowski, O kilku pomniejszych zrödlach do dziejöw pienvszego na/Kidu Tata-   röw na Polsk<•, Czechy i lV<>gry\   in: Rozprawy Akademii Umiej^tnosci, Wydzial Filozoficz- no-historyczny 17 (1884), 323-401. Vgl. Jadwiga Kr/,YZANIAKOWA. Polen als antemurale   Christianitatis. Zur Vorgeschichte eines Mythos,  in: Adelheid von Sai.dkrn (Hg ), Mythen in Geschichte und Geschichtsschreibung aus polnischer und deutscher Sicht, Münster 1996 (Politik und Gcschichlc, 1), 134. Zu den Mongoleneinfällen in Polen im 13. Jahrhundert vgl. Stefan Krakowskj, Polska w walce z najazdami latarskimi w Xlll wicku, Warszawa 1956; Witold Chrzanowski, Wojna tatarska i najazd mongolski na Polske 1241 r., Krakow 2006; Tomasz Jasinski, Przerwany hejnat, Krakow 1988 (Dzieje narodu i panstwa polskie- go 1.5); Andrzej Feliks GRABSKI,  Najazd tatarski 1241 r. w opimach Europy Zachodniej.    Myslenic ideo/ogiczne a /tostrzeganie rzeczpristosd,  in: Waclaw Korta (Hg). Bitwa Le- gnicka - Historia i tradyeja, Wroclaw u. Warszawa 1994 (Sl^skie sympozja historyczne, 2), 34-54; Gerard Labuda, Wojna z Talarami  n- roku 1241 , in: Przegl^d Historyczny 50 (1959) 2, 189-224; Di-R.s.,  Dyphmacja polska wczesnego feudalizmu X w. 1306    r., in: Marian BlSKUP (Hg ), Historia dyplomacji polskicj, Bd. 1, polowa X w.-1572, Warszawa 1982, 33- 218, hier 165-169; Waclaw Korta, Najazd Mongolöw na Polske w 1241 r. i jego legnicki epilog, in: Acta Universitatis Wratislaviensis 800, Historia 50 (1985), 3-73. Zur Schlacht bei Liegnitz 1241 vgl. Marek CirrwiNSKl, Cowiemyo binviepodLegnicq,  in: Acta Univer sitatis Wratislaviensis 800, Historia 50 (1985), 75-94; Boguslaw Gomzar, Bitwa pod Le- gnic^, Wroclaw 1990; Ulrich Schmiu-wski (Hg ), Beiträge zur Mongolenschlacht bei Lie gnitz und zu ihren Nachwirkungen, Würzburg 1991; Alicja Kari.owska-Kamzowa, 7  m -   gadnienie aktua/izaeji  » s/qskich wyobraieniach bi/uy legnickiej 1353-1504,  in: Studia Zrödloznawcze 17 (1972), 91-118; Grazyna HiJMKNCY.UK,  Zur Rezeptionsgeschichte der    Schlacht bei IJegnitz (124/),  in: Zbigniew Mazur (Hg.), Das deutsche Kulturerbe in den polnischen West- und Nordgebieten, Wiesbaden 2003 (Studien der Forschungsstelle Ost mitteleuropa an der Universität Dortmund. 34), 16-39.12 So z.B. in einem Schreiben vom 14. Mai 1253, in: TllBlNER, VMPeL 1(A. 1), Nr. 107, 51. Vgl. Knoi.i.,  Antemurale  (A. 6), 386. 134  Zur Entstehung der Bollwerksrhetorik derer Stellenwert innerhalb der christlichen Gemeinschaft zu: Fiele Polen, so   stünden den Mongolen die Tore zum Westen weit offen, so Alexander.13   Dieses Bild eines von Feinden des römisch-katholischen Glaubens umringten Po lens wurde von der Kurie im 14. Jahrhundert aufrechterhalten. So hob Papst   Clemens VI. in einem an den Hrzbischof von Gnesen Jaroslaw Bogoria ze Skot-   nik adressierten Brief die Rolle Polens als Schutzgrenze der Christenheit hervor,   nannte das christliche Königreich Polen ein an den äußersten Grenzen der Chris tenheit gelegenes Land.14 Polnischen Herrschern wurde vom Heiligen Stuhl   zugleich der Titel eines  pugil Ecc/esie ac ßdei Christiane  verliehen.15 Als imme diate suhiecta Sedi Apostat icae{b  wandten sich die letzten zwei Piasten auf dem   polnischen Thron, Wladyslaw I. Ellenlang und sein Sohn Kasimir der Große, in   mehreren Suppliken immer wieder mit der Bitte an den Heiligen Stuhl, Kreuz-   zugsbullen im Kampf gegen die Tataren und Litauer zu erlassen.17 Hiermit waren   vor allem fiskale Vorteile verbunden, denn die päpstlichen Bullen bedeuteten   zumeist auch Zehnterlässe.18 Zudem legitimierte das Hervorheben der Piasten als   Verteidiger der Christenheit ihre Herrschaft als christliche Könige, mussten sich   doch beide zeitlebens gegen Thronansprüche der rivalisierenden Luxemburger   durchsetzen.19 Des Weiteren diente diese Darstellung als ein wichtiges Mittel im   permanenten diplomatischen Ringen mit dem Deutschen Orden vor der Kurie.20 11 Bcmd Philippi, August Skrapium u . Carl Pctcr Wolky (Hg.), Preußisches Urkundcnbuch,Bd. 1/2, Königsberg 1882, Nr. 109. Vgl. Kr/.YZäNIaKOWa, Polen  (A. 11), 134; GRABSKI, Polska X-XIII (A. 7), 275 u. 3l8ff; Boleslaw Ulanowski,  Drugi napad Tatarön na Pol-sk<i , in: Rozprawy Akademii Umiej^tnosci. Wydzial Filozoficzno-historyczny 18 (1885). 275-325, hier 292.14  Regnum Pobniae, quoti afidehhus hahitatur, esf in uitimis christianorum fuubus constitu tum,  in: Thkinkr, VMPeL 1(A. 1), Nr. 713, 539.15 So beispielsweise 1327 in einem Schreiben Johannes' XXII. an Wladyslaw I. Ellenlang, der als victoriosus pugil eiusdem Ecc/esie ac ftdei Christiane zelator eximius  geehrt wurde. In: Franciszek Pjkkosinski u. Ignacy Zakrzhwski (Hg.), Kodeks Dyplomatyczny Wielkopol- ski, Bd. 2. Poznaniae 1878, Nr. 1075,409. Vgl. Andrzej Feliks Grahski, Polska w opiniach Europy Zachodniej XIV-XV w , Warszawa 1968, 165.16 Marian Witold Lodynski, Uzaieznienie  Polski od papiestwa a kanonizaeja Sw. Stanislawa. Warszawa 1918, lOf. u 3 If.17 Vgl. Stanislaw S/.cztJR, Supüki Kazimicrza IViefkiego,  in: Roczniki Historyczne 59 (1993), 43-91; Jerzy GrygIKL,  Europa Srodkowo-Wscfwdnia wobecpolilyki kruejatowej /wpiestna   w pienvszej{Htlowie XIV w ieku,  in: Prace Historyczne 123 (1997), 31-44.18 Vgl. Stanislaw S zczur ,  Annaty papieskie w Polsce w XIV wieku, Krakow 1998; D i - rs .,  Skarbowosc papieska w Polsce w latach 1378-1431, Krakow 2008.19 Vgl. Roman Hkck, Karo! IVa Kazimierz Wielki,  in: Acta Universitatis Wratislaviensis 543, Historia 36 (1981), 175-193; Mateusz Goi.tNSKl u. Roscislaw Zhrhi.ik, S/qsk a}>olityka Ka- zimierza Wielktego  u* lalach szescdzicsiqtych XIV w. % in: Krystyna Zh-unska-mki.kowska 135
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