Nutzungsaspekte «gallo-römischer» Theater: Forschungsstand, Fragestellungen, Zielsetzungen. Forschungen in Augst 50

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Wenn mittlerweile die Architektur der «gallo-römischen» Theater gut bekannt ist, so sind die Kenntnisse zu den in den Bauten durchgeführten Veranstaltungen nach wie vor bescheiden. Grundsätzlich fällt auf, dass die Theater fast ausnahmslos in
  Forschungen in Augst 50 Thomas Hufschmid (Red.) Theaterbauten als Teil monumentaler Heiligtümer in den nordwestlichen Provinzendes Imperium Romanum:Architektur – Organisation – Nutzung Internationales Kolloquium in Augusta Raurica, 18.–21. September 2013Auditorium Römerstiftung Dr. René Clavel,Augst-Kastelen  Augst 2016 Forschungen in Augst 50 Thomas Hufschmid (Red.) Theaterbauten als Teil monumentaler Heiligtümer in den nordwestlichen Provinzen des Imperium Romanum: Architektur – Organisation – Nutzung Internationales Kolloquium in Augusta Raurica, 18.–21. September 2013 Auditorium Römerstiftung Dr. René Clavel, Augst-Kastelen   27 In : Th. Hufschmid (Red.), Theaterbauten als Teil monumentaler Heiligtümer. Forschungen in Augst 50 (Augst 2016) 27–36. 1 Responsable des monuments, Site et musée romains Avenches (CH); Forschungsprojekt Römisches Theater Augst (CH); thomas.hufschmid@vd.ch; thomas.hufschmid@bluewin.ch 2  Jullian 1920, 157. «Je ne serais cependant point étonné si les scènes de la Gaule avaient souvent donné asile à des pièces reli- gieuses, analogues à nos anciens mystères ou à des  pastorales si populaires dans notre Midi provençal ou basque.» 2 Dieses Zitat aus der 1920 erschienenen «Histoire de la Gaule» von Camille Jullian ist von einer erstaunlichen Zeitlosig-keit und wir stellen mit Verblüffung, vielleicht auch leich-ter Resignation fest, dass sich unsere Kenntnisse zu den Veranstaltungen in den «gallo-römischen» Theatern nach fast einem Jahrhundert nicht wesentlich verändert haben. Der Grund für dieses Dilemma liegt vor allem in der schwieri-gen Quellenlage, wonach in unserem Forschungsgebiet – der Verbreitungszone der «gallo-römischen» Theaterbauten – für die Situation der Theater und Amphitheater ein sehr begrenztes epigraphisches Korpus existiert, von den litera-rischen Quellen schon ganz zu schweigen. Was die Thea-terstiftungen anbelangt, liegt gerade mal eine Handvoll oft recht fragmentarisch erhaltener Inschriften vor, von de-nen ein grosser Teil 2002 durch Thomas Lobüscher zusam- Nutzungsaspekte «gallo-römischer» Theater: Forschungsstand, Fragestellungen, Zielsetzungen Thomas Hufschmid 1 Zusammenfassung Wenn mittlerweile die Architektur der «gallo-römischen» Theater gut bekannt ist, so sind die Kenntnisse zu den in den Bauten durchgeführ-ten Veranstaltungen nach wie vor bescheiden. Grundsätzlich fällt auf, dass die Theater fast ausnahmslos in Zusammenhang mit Heiligtü-mern standen und offenbar als wichtiges Element im Kultablauf ge-dient haben. Quellen aus dem Osten des Imperiums machen deutlich, dass sie eine wichtige Bedeutung für den Kaiserkult besessen haben und dass Prozessionen, bei denen Götter- und Kaiserbilder mitgetragen wurden, von den Tempeln zu den Theatern führten (vgl. Gytheion, Ar-sinoë und Ephesos). Daneben ist aber auch die Bedeutung der römi-schen Theater als Mehrzweckbauten zu unterstreichen, da sie oft als  politische und religiöse Versammlungsorte dienten. Zudem ist auf die Vielfalt der bekannten theatralischen Veranstaltungen hinzuweisen, die von Bühnenaufführungen über Tanz-, Musik- und Gesangsdarbie-tungen bis hin zu den legendären Pantomimendarstellungen der Kai-serzeit reichten. Für die Mehrheit dieser Veranstaltungen war eine Büh-ne im eigentlichen Sinn nicht zwingend notwendig. Riassunto Nonostante l’architettura dei teatri «gallo-romani» sia ormai ben no-ta, le conoscenze a proposito delle attività che vi si svolgevano sono ancora modeste. Fondamentalmente risalta il fatto che i teatri fossero quasi senza eccezione relazionati a santuari e dunque rivestissero pale-semente un ruolo importante nello svolgimento del culto. Fonti prove-nienti dall’est dell’Impero mostrano la grande importanza che essi de-tenevano nel culto imperiale e testimoniano dell’esistenza di processioni durante le quali immagini degli dei e dell’imperatore venivano portate dai templi ai teatri (cfr. Gytheion, Arsinoë ed Efeso). Occorre inoltre d’altro canto sottolineare l’importanza dei teatri romani quali edifici  polifunzionali, poiché essi ospitavano spesso assemblee politiche e reli- giose. Degna di nota è poi la molteplicità delle attività ivi svolte che spaziava da rappresentazioni teatrali e spettacoli di danza, musica e canto fino ai leggendari spettacoli pantomimici dell’epoca imperiale.  Per la maggioranza di queste manifestazioni non era strettamente ne-cessario un palcoscenico vero e proprio. Summary Whilst the architecture of «Gallo-Roman» theatres is quite well known at this stage, our knowledge regarding the performances that were staged in these edifices is still rather limited. It is striking that almost all of the theatres were linked to sanctuaries and apparently played an important role during religious ceremonies. Sources from the east of the  Empire show that theatres were important elements in the imperial cult and that processions, during which statues of the gods and the emperor were carried aloft, moved from the temples to the theatres (cf. Gytheion,  Arsinoë and Ephesos). However, we can also say that Roman theatre buildings had several other uses since they also often served as venues for political and religious gatherings. Moreover, one must take note of the multitude of possible theatre events that existed, ranging from stage plays to dance, music and vocal performances to the legendary  pantomime plays of the Imperial period. Most of these performances did not necessarily require an actual stage. Résumé Si l’architecture du théâtre «gallo-romain» est à présent bien connue, les données concernant les manifestations se déroulant dans les édi-fices demeurent restreintes. On retiendra que les théâtres comportaient  presque sans exception un lien avec des sanctuaires, et qu’ils consti-tuaient vraisemblablement un élément important du déroulement du culte. Des sources provenant de l’est de l’Empire révèlent qu’ils jouaient un rôle majeur dans le culte de l’empereur et les processions, au cours desquelles on portait des images des dieux et de l’empereur, depuis les temples jusqu’aux théâtres (cf. Gytheion, Arsinoë et Ephesos). Par ail-leurs, on soulignera l’importance des théâtres romains en tant que bâ-timents à vocation multiple, puisqu’ils servaient souvent de lieux de réunion politique ou religieuse. On insistera encore sur la pluralité des manifestations théâtrales connues, allant du spectacle sur scène aux légendaires représentations de pantomimes, en vogue sous l’Empire, en  passant par les manifestations de danse, de musique et de chant. Pour la majorité d’entre elles, une véritable scène n’était pas indispensable.  28 Thomas Hufschmid  Gesellschaftliche Hintergründe 3 Lobüscher 2002. 4 Vgl. W. Spickermann in diesem Band, unten S. 37 ff. 5 Bouley 1983, 546; Nielsen 2002, 16 f. 6 Schleiermacher 1966, 205 f.; 211 f. 7 Bieber 1961. 8 Nielsen 2002; kritische Besprechungen bei Taylor 2005; Marinatos 2004. 9 Nielsen 2004; Nielsen 2007. 10 Nielsen 2002, 196. 11 Piganiol 1923, 137. 12 «… der früheste Anfang der Spiele ergab sich aus der Pflege der Re-ligion» (Liv. 7,3,1). 13 Clavel-Lévêque 1984; Clavel-Lévêque 1986; Flaig 2003, 232 ff. 14 Vgl. etwa Moretti 2009; Ramallo Asensio/Röring 2010. 15 Étienne 1985; Gros 1990; Martín-Bueno 1992. 16 Price 1984, 78 ff.; 101 ff.; Fishwick 1987, 131 ff.; Fishwick 1991, 552 ff.; Gros 1990; Van Andringa 2002, 221 ff. 17 Clavel-Lévêque 1984; Clavel-Lévêque 1986, 2410 ff.; Wiedemann 1992, 165 ff.; Hopkins 1983, 1 ff.; Flaig 2003, 232 ff.; Flaig 2007; vgl. zusammenfassend auch Hufschmid 2009, 266 ff.; Hufschmid 2011, 276 ff.; 286 f. 18 Aug. civ. 4,26. nem chronologisch und ideologisch klar umrissenen Raum, nämlich der römischen Kaiserzeit. Dies ist zu betonen, da unterdessen klar ist, dass sich die imperiale Propaganda die ludi zunutze machte, um dynastische und politische Ziele zu verfolgen. Was sich für die Amphitheater in den letzten  Jahrzehnten durch Forscherinnen und Forscher wie Mo-nique Clavel-Lévêque, Thomas Wiedemann, Keith Hop-kins, Egon Flaig und diverse andere speziell für die Spiele in der Arena aufzeigen liess 17 , dürfte auch für die Bühnenthe-ater gegolten haben.Das grundlegende Problem bei der Frage nach den Ver-anstaltungen in den römischen Theatern liegt nicht so sehr in einer mangelhaften Kenntnis der ludi scaenici – zumal ja diverse Bühnenstücke, denken wir nur schon an Plautus und Terenz, durchaus auf uns gekommen sind –, als viel-mehr im Mangel an Informationen über die Vielfalt der auf den Bühnen und vor allem in den orchestrae der Theater dargebotenen Veranstaltungen. Spätestens seit der Kaiserzeit deuten die Quellen auf ein breites Spektrum von Veranstal-tungen, welches die römischen Theater als echte «Mehr-zweckbauten» in Erscheinung treten lässt. Eine Zusammen-stellung von Darbietungen, die gemäss der literarischen Überlieferung in den Bühnentheatern und in Zusammen-hang mit periodisch abgehaltenen ludi stattfanden, unter-streicht deutlich die Multifunktionalität dieser Bauten.An erster Stelle sind die  ludi scaenici zu nennen, zu de-ren Inszenierung eine eigentliche Bühne im modernen Sinn und technische Installationen Voraussetzungen oder doch zumindest sehr willkommene Elemente darstellen. Gemäss Augustinus sollen die «heidnischen Götter selbst die Einfüh-rung szenischer Spiele zu ihren Ehren verlangt haben» 18 . Wem dies zu viel christliche Polemik ist, um an die Verbin-dung von Bühnenaufführungen und Kult zu glauben, für den sei zusätzlich auf Livius hingewiesen, der für die frü-menfassend publiziert worden ist 3 . Auf einige dieser In-schriften geht zudem Wolfgang Spickermann in seinem Beitrag in diesem Band näher ein 4 .Der in Camille Jullians Äusserung deutlich in den Vor-dergrund gerückte Aspekt religiös-kultisch motivierter Auf-führungen, die ein zentrales Element in der Nutzung «gallo-römischer» Bühnentheater dargestellt haben könnten, hat letztlich zur Prägung des Begriffs der «Kulttheater» (théâtres cultuels; cultic theatres) geführt 5 , dem so implizit die Vor-stellung eines «profanen Theaters» gegenüber gestellt wird, wie Wilhelm Schleiermacher in seinem 1966 erschienenen Aufsatz «Zu den sogenannten Kulttheatern in Gallien» aus-führt 6 . Eine Sichtweise, die lange Zeit auch durch die grund-legend unterschiedliche Darstellung von griechischem und römischem Theater in Margarete Biebers Standardwerk «The History of the Greek and Roman Theater» genährt wurde 7 . Die Aspekte einer Aufführung von kultisch und mytholo-gisch motivierten Stoffen in antiken Theaterbauten hat Inge Nielsen in ihrem durchaus inspirierenden, zum Teil aber auch kritisch diskutierten Band «Cultic Theatres and Ritual Drama» 8  und in verschiedenen Aufsätzen 9  in einem breite-ren geografischen und entwicklungsgeschichtlichen Zu-sammenhang aufgezeigt und so, was das «gallo-römische» Gebiet betrifft, Camille Jullians prognostische Äusserun-gen an konkreten Befunden festzumachen versucht 10 .In jedem Fall hat sich in Fachkreisen mittlerweile die Meinung durchgesetzt, dass die Veranstaltungen in den römischen Bühnen- und Amphitheatern spätestens seit der Kaiserzeit in starkem Mass religiöse und damit auch politi-sche – präziser wohl imperialpolitische – Bedeutung beses-sen haben. Bereits 1923 hat André Piganiol in seinen Unter-suchungen zu den römischen Spielen auf diesen Sachverhalt hingewiesen: «Les jeux sont un rite religieux» 11  betont er und doppelt mit einem Verweis auf Titus Livius nach: «Ludo-rum primum initium procurandis religionibus datum» 12 . Diese Ansätze wurden ab den 1980er-Jahren v. a. von Monique Clavel-Lévêque und später dann auch von Egon Flaig wei-terentwickelt 13 .Die enge Verbindung zwischen den Bühnentheatern und dem Kaiserkult, wie sie sich sowohl in der Ausstattung der Bühnenfronten und der orchestrae 14  als auch in der Ar-chitektur 15  immer deutlicher zeigt, ist heute unbestritten. Dies illustrieren auch die wegweisenden Untersuchungen von Simon Price, Duncan Fishwick, Pierre Gros oder Wil-liam Van Andringa, die allesamt aufzeigen, welch zentrale Rolle dem Kaiserkult im Rahmen der römischen ludi ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. zukam 16 .Ehe wir uns aber der Verbindung zwischen den Thea-terbauten und den Heiligtümern und damit letztlich der Frage nach dem Zusammenspiel von Kult und Aufführung in diesen Baukomplexen widmen, wollen wir uns zunächst einen allgemeineren Blick auf die Vielfalt antiker Inszenie-rungen in den römischen Theatern erlauben. Da unser Fo-kus auf die «gallo-römischen» Theater gerichtet ist, bewegen wir uns bezüglich des Repertoires der Veranstaltungen in ei-  Forschungen in Augst 50 Nutzungsaspekte «gallo-römischer» Theater 29 19 «… inter alia caelestis irae placamina» (Liv. 7,2,3). 20 Beacham 1991, 40 ff.; Weeber 1994, 100 ff.; Dunbabin 2016, 114 ff.; zusammenfassend auch Seidensticker 2010, 113 ff. 21 Apul. met. 10,29 ff., Vgl. auch Fick 1990. Apuleius spricht poetisch von «consaeptum caveae», der Umstand, dass im Rahmen der Spie-le auch eine venatio und eine Hinrichtung stattfinden sollen und dass ein Graben im Zentrum der Arena den Dekor der Pantomi-mendarstellung verschluckt, macht deutlich, dass die Szene im Amphitheater, allenfalls in einem Mischbau, stattfindet und nicht in einem Theater. lich an die Eröffnungszeremonien von modernen Sport-veranstaltungen.• Das Pantomimenspiel  per se, das den Jüngling Paris und die drei im Wettstreit stehenden Göttinnen zeigt und bei dem die Handlung ausschliesslich durch Ges-tik und Mimik erklärt wird.• Tanzeinlagen, wenn beispielsweise Merkur herabsteigt und Paris den Apfel reicht.• Musikalische Untermalung der Szenen mit Flötenspiel.• Üppiger Bühnendekor und atemberaubende Kostüme, die offenbar genauso wichtig sind wie das Spiel selbst.• Auftritt weiterer Gottheiten wie beispielsweise der Di-oskuren.• Inszenierung und Visualisierung eines mythologischen Stoffs, was der Sichtbarmachung von mythisch-histo-rischer Identität dient.So gesehen könnte man bei der von Apuleius beschriebe-nen Darbietung also von «Kultaufführung» im Sinne der hen ludi scaenici festhält, dass sie unter anderem helfen sollten, «die erzürnten Götter zu besänftigen» 19 . Bereits aus dieser Stelle geht der Charakter der Spiele als Gabe an die Götter, und damit ihr religiöser Aspekt, klar hervor. Fokus-sierten sich die ludi scaenici in republikanischen Zeiten noch auf die klassische Tragödie und Komödie, rückte in der Kai-serzeit der derbe, stark auf Improvisationen beruhende Mi-mus ins Zentrum 20  und der ohne gesprochene Sprache aus-kommende Pantomimus entwickelte sich gar – nicht zuletzt angesichts der Völker- und Sprachenvielfalt im römischen Imperium – zu einer der beliebtesten Darbietungen im kai-serzeitlichen Kunsttheater (Abb. 1). Mit dieser Entwicklung erfolgte auch eine Loslösung von architektonischen Sach-zwängen, da die Pantomime nicht mehr an das  pulpitum und die klassische scaenae frons gebunden war, sondern zuweilen sogar davon profitierte, sich im weiteren Raum einer grossen Plattform, einer orchestra oder, wie das be-kannte Beispiel aus Apuleius’ Metamorphosen zeigt, in der Arena eines Amphitheaters entfalten zu können 21 . Apulei-us’ Beschrieb einer Pantomimendarstellung des Parisurteils (Abb. 2) scheint für die Fragestellungen der vorliegenden Tagungsakten von einigem Wert, da der Autor Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. eine Aufführung beschreibt, wel-che zwar die cavea als Versammlungsort für die Zuschauer voraussetzt, aber keine Bühne für den Ort der spektakulä-ren Darbietung benötigt. Im Weiteren umfasst die von Apu-leius detailliert beschriebene Inszenierung mehrere Beispie-le von römischen Theaterdarbietungen, so etwa:• Tanzaufführungen von Jungen und Mädchen als Er-öffnung; getanzt wurden Figuren und Formationen und wir denken bei dieser Art von Vorstellung unwillkür-  Abb. 1: Nachgestellte Pantomimeninszenierung im Museo Nazionale Roma-no in Rom (I). Abb. 2: Wandmalerei des 4. Stils mit Darstellung des Parisurteils; Pompeji,  Haus V 2,15, triclinium (l), Westwand. Nationalmuseum Neapel, Inv. 119691.
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